Yichuan YizhuanLinientext
Die Vierte ist die Herrin bei der Vollendung des Vertrauens. Sie weilt nahe beim Fürsten, hat ihren rechten Platz eingenommen, und der Obere schenkt ihr höchstes Vertrauen; sie trägt die Bürde wahrer Zuverlässigkeit.
Sie gleicht dem Mond, der beinahe voll ist – der Gipfel der Fülle. Wäre er bereits voll, träte er dem Fürsten als Ebenbürtiger gegenüber; tritt der Untertan dem Herrscher als Gegner gegenüber, folgen Unheil und Sturz unausweichlich.
Daher gilt die Beinahe-Vollendung als höchste Güte. »Das Gespann der Pferde schwindet«: Die Vierte bildet mit der Ersten eine rechtmäßige Entsprechung, ein Paar.
Vorzeiten schirrte man vier Pferde an den Wagen; vermochte man nicht lauter gleichfarbige zu finden, so wählte man für die beiden Innenpferde eine Farbe und für die beiden Außenpferde eine andere; zudem mussten Größe und Kraft übereinstimmen.
Daher nannte man zwei Pferde ein Paar, was einander Zugeordnetes meint. Pferde sind Tiere der Bewegung. Die Erste entspricht nach oben der Vierten, und die Vierte schreitet empor zur Fünften; beide bewegen sich aufwärts, daher nimmt man das Pferd zum Bild.
Der Weg des Vertrauens fordert Einheit: Folgt die Vierte bereits der Fünften und hinge sie zugleich nach unten hin an der Ersten, so fehlte die Einheit, was das Vertrauen schädigte und Makel brächte. Daher gilt: Schwindet das Gespann der Pferde, bleibt man ohne Makel.
Oben der Fünften zu folgen, ohne an der Ersten zu haften, heißt, sein Gespann aufzugeben; haftet man an der Ersten, schreitet man nicht voran und vermag das Werk des Vertrauens nicht zu vollenden.
Das Bild sagt: Dass das Pferdegespann schwindet, bedeutet, dass man sich von Seinesgleichen trennt und emporsteigt. Man trennt sich von Seinesgleichen, um nach oben der Fünften zu folgen; »Seinesgleichen« meint hier die Entsprechung.