Die Sechs weilt am Beginn des Hexagramms, am Anbeginn der Zerstreuung. Wenn man zu Beginn der Auflösung rettet und zudem ein starkes Ross gewinnt, so bringt dies Heil.
Dass unter den sechs Linien allein die Anfangslinie nicht von „Auflösung“ spricht, mahnt dazu, das Auseinanderdriften frühzeitig zu erkennen: Schreitet man zur Rettung, kaum dass es beginnt, so kommt es gar nicht erst zur Zerstreuung. Tiefgründig ist diese Lehre!
Ein Pferd ist das, worauf der Mensch sich stützt; stützt er sich auf ein starkes Ross, so vermag er die Zerstreuung abzuwenden. Das Pferd meint die Zwei.
Die Zwei besitzt die Begabung von Härte und Mitte; die Anfangslinie ist yin-weich und fügsam; beide entbehren einer regulären Entsprechung. Ohne Entsprechung suchen sie einander in vertrauter Nachbarschaft.
Wenn die Fügsamkeit der Anfangslinie sich auf das Talent der Härte und Mitte stützt, um die Zerstreuung zu retten, so ist dies, wie wenn man ein starkes Ross gewinnt, um in die Ferne zu gelangen – das Werk wird gewiss gelingen; darum herrscht Heil.
Rettet man die Zerstreuung am Anfang, so fällt die Mühe leicht; dies entspricht der Gunst der Zeit.