Yichuan YizhuanLinientext
Die Fünf besitzt nur die Fähigkeiten weichen Yins; steht sie als Herrscherin über der Fülle, vermag sie aus eigener Kraft keine Größe zu bewirken.
Wenn es ihr aber gelingt, die glanzvollen Talente von unten herbeizurufen und einzusetzen, erwachsen Segen und ein herrlicher Ruf, was man Heil nennt. Sechs an zweiter Stelle besitzt helle Einsicht, Mitte und Rechtheit – eine wahrhaft glänzende Begabung.
Vermag der Herrscher auf der Fünf sie an seinen Hof zu ziehen und ihr Verantwortung zu übertragen, so bringt dies den Segen reicher Fülle und den Ruhm edlen Namens hervor; daher ist es heilvoll.
Wenn von glanzvollen Talenten die Rede ist, meint dies vor allem die Zweite; doch auch die Erste, Dritte und Vierte besitzen lauter harte Yang-Kräfte. Vermag die Fünf Weise zu berufen, so treten sie in Scharen heran.
Obgleich die Zwei ein Yin ist, trägt sie die Tugend von Klarheit, Mitte und Rechtheit in sich und verkörpert den großen Weisen im Volk.
Zwar bilden Fünf und Zwei kein Paar aus Yin und Yang, doch in einer Zeit, da Klarheit und Bewegung einander bedürfen, wohnt ihnen der Sinn gegenseitiger Ergänzung inne. Wenn die Fünf diesen Glanz herbeirufen kann, erntet sie Segen, Ruhm und Heil.
Gleichwohl fehlt Sechs an fünfter Stelle die Demut, sich vor den Weisen zu verneigen; der Weise hat diesen Sinn hier als lehrhafte Mahnung niedergelegt.