Ein hohes, ebenes Land nennt man Hochland, ein Plateau. Die Dritte steht oben im unteren Trigramm und rückt zum Hochland vor. Das Yang drängt naturgemäß nach oben; in der Zeit von Jian strebt ihr Wille nach allmählichem Fortschritt, doch oben fehlt ihr eine helfende Entsprechung.
Sie sollte das Rechte wahren, um die Zeit abzuwarten; verweilt sie ruhig auf ebenem Boden, so trifft sie den Weg von Jian.
Vermag sie sich jedoch nicht selbst zu beherrschen, lässt sich von Begierden verstricken und richtet ihren Willen blindlings aus, so verliert sie den Pfad von Jian. Die vierte Linie ist Yin, steht oben und ist ihr ganz nahe; daran findet das Yang Gefallen.
Die dritte Linie ist Yang, steht unten und sucht Nähe; ihr folgt das Yin gern.
Die beiden Linien stehen in enger Nachbarschaft und entbehren beide einer Entsprechung: Wo Nachbarschaft herrscht, zieht man sich an und verbindet sich leicht; wo die Entsprechung fehlt, gibt es kein anderes Ziel, und man sucht einander umso mehr.
Darum ergeht hier eine Warnung an sie. Der Mann verkörpert das Yang und bezeichnet die Dritte. Wenn die Dritte das Rechte nicht bewahrt und sich mit der Vierten zusammentut, so versteht sie wohl auszuziehen, nicht aber umzukehren; „zheng“ meint ausziehen, „fu“ meint umkehren.
Nicht umzukehren bedeutet, keine Rücksicht mehr auf Pflicht und Vernunft zu nehmen. Die Frau bezeichnet die Vierte; verbindet sie sich auf unrechte Weise, so mag sie zwar empfangen, wird aber nicht gebären, da dies nicht dem rechten Pfade entspricht. So erwächst Unheil.
Der Nutzen für die Dritte liegt darin, Räuber abzuwehren; was wider die Vernunft an uns herantritt, ist ein Räuber. Das Rechte zu wahren, um das Böse fernzuhalten – das nennt man Räuber abwehren.
Vermag man die Räuber nicht abzuwehren, so stürzt man sich selbst als Gatte ins Verderben.