Von »Das Wasser fließt, ohne überzulaufen« bis »ohne seine Treue zu verlieren«.
Die rechte Bedeutung lautet: Dies legt den Sinn von »wiederholter Gefahr« und »Xi Kan« aus.
»Das Wasser fließt, ohne überzulaufen« meint: Die Schlucht und der Abgrund sind überaus tief, eine Grube von gewaltigem Ausmaß; obgleich das Wasser hineinströmt, vermag es sie nicht randvoll zu füllen – dies schildert die ungeheure Schwere der Gefahr und legt den Sinn der »wiederholten Gefahr« dar.
»Durch Gefahr wandeln, ohne seine Treue zu verlieren« besagt: Schreitet man durch diese äußerste Gefahr, vermag man seine feste Mitte zu wahren und verliert seine Verlässlichkeit nicht. Dies legt die Bedeutung von »Xi Kan« und »Wahrhaftigkeit besitzen« aus.
Weil man geübt ist in der Gefahr, bewahrt man die harte Mitte und »verliert seine Treue nicht«.
Zum Kommentar von »Die Steilheit der Schlucht ist am äußersten Punkt angelangt« bis »dies meint das wiederholte Kan«.
Die rechte Bedeutung lautet: Zu »Weil die Schlucht steil und abgründig ist, fließt das Wasser, ohne sie zu füllen«: An flachen Ufern und in seichten Tälern vermag das einströmende Wasser das Bett zu füllen.
Sind die Felswände jedoch steil und zerrissen und fließt das Wasser durch tiefe Klüfte ab, so lässt sich die Schlucht nicht füllen – dies ist das Äußerste an Gefahr und Bedrängnis.
Die rechte Bedeutung lautet: Zu »Allein das Herz vermag Gelingen zu finden, eben weil es hart und zentriert ist«: Dies legt den Sinn von »Das Herz hat Gelingen« dar. Weil die Härte in der Mitte weilt, findet das Herz Durchdringung.
Zu »Im Handeln wird man geehrt, denn das Voranschreiten bringt Erfolg«: Dies legt »Im Handeln wird man geehrt« aus.
Ist man mit der Schlucht vertraut und schreitet in das Gefahrenland voran, so vollbringt man gewiss sein Werk; darum heißt es: »Im Handeln wird man geehrt, das Voranschreiten bringt Erfolg«. Die rechte Bedeutung lautet: Von hier an wird das Wirken der Gefahr weithin entfaltet.
Es besagt: Die Gefahr des Himmels liegt in seiner unermesslichen Höhe und Weite, die niemand erklimmen kann; dies ist die Gefahr des Himmels. Ließe er sich ersteigen, so vermöchte er seine erhabene Würde nicht zu wahren; darum gilt das »Nicht-erklimmen-Können« als seine »Gefahr«.
Die rechte Bedeutung lautet: Es besagt, dass die Erde Berge, Flüsse und Hügel zu ihrer Wehr hat; dadurch vermögen alle Geschöpfe, die die Erde trägt, ihre Unversehrtheit zu bewahren. Gäbe es keine Berge, Ströme und Hügel, so verlören die Wesen auf Erden ihre ureigene Natur.
Darum dienen der Erde Berge, Ströme und Hügel als schützende Wehr. Die rechte Bedeutung lautet: Dies besagt, dass Könige und Fürsten Himmel und Erde zum Vorbild nehmen, ihre Mauern und Gräben befestigen und ihre Gesetze schärfen, um ihr Reich zu schützen.
Die rechte Bedeutung lautet: Es besagt, dass von Himmel und Erde an abwärts alles der schützenden Gefahr bedarf. Wenn die Gefahr auch nur zu gegebener Zeit angewandt wird, so ist ihr Werk dennoch herrlich und groß!
Zum Kommentar: »Sie ist nicht der Dauerzustand des Reiches; ihre Anwendung hat ihre bestimmte Zeit«.
Die rechte Bedeutung lautet: Während die Gefahren des Himmels und der Erde keinen Augenblick fehlen dürfen, hat die Errichtung künstlicher Gefahren durch den Menschen ihre bestimmte Zeit.
Herrscht vollkommener Friede und Eintracht im Inneren wie nach außen, so bedient man sich der Gefahr nicht. Drohen dem Hause oder dem Staate jedoch Wirren, so muss man Wehren errichten, um der Not zu wehren – dies meint: »Ihre Anwendung hat ihre Zeit«.