Von ‚Der Kommentar zum Urteil sagt‘ bis ‚so fügt es der Weg des Himmels‘.
Die rechte Bedeutung lautet: ‚Herannahen: Die Härte wächst allmählich empor; heiter und willig folgend‘ – dies erläutert den Sinn des Hexagramms. Im Allgemeinen folgt nach ‚heiter und willig folgend‘ das Wort ‚Herannahen‘ als Abschluss.
Dass hier das Wort ‚Herannahen‘ fehlt, rührt daher, dass auch die Worte ‚hart in der Mitte und mit Entsprechung‘ den Sinn des Herannahens tragen; man konnte daher das Wort nicht eigens über die Härte in der Mitte setzen.
‚Hart in der Mitte und mit Entsprechung; erhabenes Gelingen durch Rechtschaffenheit – so fügt es der Weg des Himmels‘: Der Himmelsweg gebietet, mit Härte die Mitte innezuhaben und sich nach unten der Erde zuzuneigen, sodass allen Wesen weites Gelingen und Heil durch Rechtschaffenheit zuteilwird; so besitzt Das Schöpferische (Himmel) (alt: Qián) die Tugenden ‚Ursprung, Gelingen, Förderung, Beharrlichkeit‘.
Auch hier im Zeichen Lin waltet derselbe Geist, darum heißt es: ‚so fügt es der Weg des Himmels‘. Von ‚Kommt der achte Monat‘ bis ‚lässt nicht lange auf sich warten‘.
Die rechte Bedeutung lautet: Dies belegt den Sinn von ‚gibt es Unheil‘; weil der Pfad des Yang schwindet und nicht ewig währen kann, droht Unheil.
Freilich bricht im Zeichen Fu erst eine einzige Yang-Linie auf; die harte Kraft ist noch schwach und hat die Mitte nicht erreicht, weshalb dort die vier Tugenden noch nicht walten.
Im Zeichen Der Friede (alt: Tài) stehen drei Yang-Linien unten und bilden den Körper von Qian; Qian unten und Kun oben bedeutet, dass der Himmel sich herabsenkt und die Erde emporsteigt, sodass Oben und Unten sich verbinden; fließt alles zu leicht dahin, geht leicht das Maß des Rechten verloren, weshalb Tai nicht alle vier Tugenden vollständig nennt.
Allein in diesem Hexagramm wachsen zwei Yang-Linien empor und gewinnen an Stärke, sodass es eigens den Namen Lin verdient und alle vier Tugenden vollkommen besitzt.
Zwar droht jedem Zeichen wachsenden Yangs zuletzt nach acht Monaten Unheil; doch weil dieses Zeichen Lin (Großes Herannahen) heißt und von glanzvoller Fülle kündet, spricht der Text hier die ernste Warnung aus.
Dem Wesen nach droht jedem aufsteigenden Yang an seinem Ende der Umschlag ins Unheil.
Zum Kommentar ‚Achter Monat‘ bis ‚gibt es Unheil‘.
Die rechte Bedeutung lautet: Was die Worte ‚achter Monat‘ betrifft, so meinte Gelehrter He: ‚Vom Aufsteigen des Yang im Monat Zi (alt: Ratte) bis zum Monat Wei (alt: Ziege) zählt man acht Monate.‘ Gelehrter Chu meinte: ‚Vom Monat Yin (alt: Tiger) bis zum Monat You (alt: Hahn) zählt man acht Monate.‘ Prüft man nun den Kommentar von Wang Bi, so heißt es dort: ‚Der Pfad des gemeinen Mannes nimmt zu, und der Pfad des Edlen schwindet‘; dies bezieht sich treffend auf die Zeit des Zeichens Die Stagnation (alt: Pǐ).
Daher rechnet man vom Zeichen Lin im Monat Chou (alt: Büffel) bis zum Zeichen Pi im Monat Shen (alt: Affe) als acht Monate.