Von „Neun an fünfter Stelle: Der östliche Nachbar“ bis „empfängt seinen Segen“. Der gerechte Sinn lautet: Das Rind ist das reichste Opfertier. Das Yue-Opfer war der Name des Frühlingsopfers der Yin-Dynastie und bezeichnete eine schlichte Feier.
Die Neun an fünfter Stelle (jiu-wu) weilt in der Zeit der Vollendung und nimmt die erhabene Herrscherstellung ein; da alle Werke vollendet sind, was bliebe ihr noch zu tun? All ihr Bemühen gilt einzig dem Opferdienst.
Doch unter allen Opfern ist keines erhabener als die Läuterung der Tugend. Die Neun an fünfter Stelle (jiu-wu) betritt das Rechte und nimmt die Mitte ein; in all ihren Regungen meidet sie die Falschheit, sie pflegt wahrhaft die Tugend.
Vermag man die Tugend zu pflegen, so ist den Geistern selbst die kargste Gabe willkommen. Nähme man an, der östliche Nachbar verstünde sich nicht auf die Tugend: Schlachte er auch mit größtem Prunk Rinder, die Geister würden seine Gaben verschmähen.
Dies stünde weit hinter unserem westlichen Nachbarn zurück: Wenn dessen Yue-Opfer auch schlicht ist, pflegt er doch seine Tugend, und die lichten Götter neigen sich ihm gnädig zu und schenken Segen.
Darum heißt es: „Der östliche Nachbar, der ein Rind schlachtet, reicht nicht an das Yue-Opfer des westlichen Nachbarn heran; dieser empfängt wahrhaftig das Heil“. Zur Glosse: Von „die Kräuter aus Teich und Sumpf“ bis „den Geistern dargebracht werden“.
Der gerechte Sinn lautet: Die Wendung „die Kräuter aus Teich und Sumpf, Wasserlinsen und Beifuß dürfen den Geistern dargebracht werden“ greift sinngemäß Worte aus dem Zuo Zhuan auf.