Yichuan YizhuanLinientext
Mit einem Sechser-Strich an dritter Stelle steht man nicht in der Mitte und hat nicht die Richtige Position; eigentlich müsste man Reue und Tadel fürchten. Doch die dritte Stelle bildet den Gipfel des empfangenden Trigrammkörpers, das Höchste an Fügsamkeit.
Alle drei Yin-Striche neigen sich fügsam nach oben. Dass sich die dritte Stelle nach oben fügt, geschieht im Einklang mit dem Willen der Menge; von der Menge getragen und beglaubigt, schwindet alle Reue dahin.
Trägt man den Willen in sich, sich nach oben zu fügen und dem Lichte zuzustreben, und stimmt die Menge dem vollkommen zu, was könnte daran nicht förderlich sein?
Mancher mag einwenden: Wenn man nicht aus eigener Mitte und Geradheit handelt, sondern bloß mit der Masse übereinstimmt, kann das als gut gelten?
Die Antwort lautet: Was die Menge einhellig gutheißt, trifft gewiss das Treffliche; wie sollte es erst unrecht sein, wenn man sich nach oben dem großen Lichte unterordnet! Daher schwindet die Reue – nämlich der Makel, nicht mittig und recht zu sein, schwindet dahin.
Die Alten sagten: Folgt der Ratschluss der Menge, so stimmt er mit dem Herzen des Himmels überein.