East Almanac
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Hexagramm des Tages Montag, 28. Dezember 2026: #16 Die Begeisterung (豫)

Jeder Kalendertag entspricht deterministisch einem Hexagramm: seine Position in einer durchlaufenden 64-Tage-Rotation durch die König-Wen-Folge. Kein Wurf, kein Zufall.

Die Begeisterung: Förderlich ist es, Lehnsfürsten einzusetzen und Heere aufmarschieren zu lassen.

Deutung

Das Hexagramm Yu versinnbildlicht den Donner, der schwungvoll aus der empfangenden Erde bricht und kollektive Begeisterung im Einklang mit dem natürlichen Zeitmaß weckt. Die klassische Überlieferung betont, dass Großes gelingt und Menschen sich willig versammeln, wenn kraftvolle Bewegung aus innerer Hingabe und sorgfältiger Vorbereitung entspringt.

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I-Ging-/BaZi-Lesungsanfrage (von eastalmanac.com).
Page: Daily hexagram 2026-12-28: #16 Die Begeisterung.
Interpretieren Sie dies in zwei Schichten: 1) Strukturelle Evidenz: Dynamik der Linien oder Elementbalance. 2) Praktisches Urteil: klare, direkte Antwort auf die Frage, gefolgt von 2–3 konkreten Handlungsschritten (mit Verben beginnend) und besonnener Vorsicht. Weisheit zur Selbstreflexion. Quellseite:
https://eastalmanac.com/de/daily-hexagram/2026-12-28/

BaZi-Karte

In der BaZi-Strukturbetrachtung entspricht dieses Bild einer vitalen Dynamik von aufkeimendem Holz über tragender Erde, die persönliche Tatkraft mit natürlichem Rückhalt verbindet.

Solche Konstellationen begünstigen Personen, die durch Charisma und Gespür für den richtigen Zeitpunkt gemeinsame Interessen bündeln und Teams mobilisieren können.

Kurz gesagt: Wenn Sie mit dem natürlichen Rückenwind gehen statt gegen Widerstände anzukämpfen, entfaltet sich Ihr Vorhaben mühelos.

Westliches Geburtshoroskop

Aus astrologischer Sicht spiegelt diese Konstellation einen harmonischen Aspekt zwischen Jupiter und Mars wider, der Weitblick mit enthusiastischer Tatkraft vereint.

Diese planetare Grundstimmung stärkt die soziale Resonanz und eignet sich hervorragend für Initiativen, die auf breite Zustimmung und lebendigen Teamgeist angewiesen sind.

Kurz gesagt: Nutzen Sie den gegenwärtigen Schwung und die spürbare Zuversicht, um Ihre Pläne gemeinsam mit anderen voranzubringen.

I-Ging-Befragung

Der Urteilstext hebt hervor, dass die Zeit der Begeisterung das Einsetzen von Helfern und das Ausrücken von Kräften begünstigt, sofern das Handeln der natürlichen Ordnung folgt.

Die traditionelle Tuan-Kommentierung verweist darauf, dass selbst Himmel und Erde sich im Einklang bewegen und so den Lauf der Jahreszeiten bewahren.

Kurz gesagt: Große Ziele lassen sich am besten verwirklichen, wenn Sie im Einklang mit den Umständen handeln und die Beteiligten aufrichtig mitnehmen.

Karriere

Im beruflichen Umfeld deutet die Konstellation auf wachsende Dynamik hin, die sich ideal für Teambildung, gemeinsame Kampagnen und strategische Neuausrichtungen eignet.

Wenn Führung auf Inspiration statt auf starren Zwang setzt, lassen sich selbst anspruchsvolle Umstrukturierungen reibungslos umsetzen. Kurz gesagt: Bringen Sie Ihre Vorhaben mit der Motivation des Kollektivs in Einklang, um dauerhaften Rückhalt im Beruf zu sichern.

Reichtum

Die finanzielle Dynamik profitiert von reger Zirkulation und erfolgreichen Partnerschaften, getragen von einem allgemein optimistischen Marktumfeld.

Klassische Abhandlungen mahnen jedoch, Zeiten des leichten Flusses nicht für ausschweifenden Luxus zu missbrauchen, sondern strukturelle Rücklagen für spätere Zyklen zu bilden.

Kurz gesagt: Nutzen Sie den regen Geldfluss besonnen und legen Sie Reserven an, solange die äußeren Bedingungen günstig sind.

Liebe & Beziehungen

In Partnerschaft und Beziehungsleben herrscht eine heitere, anregende Atmosphäre, die gemeinsame Erlebnisse und gesellige Unternehmungen besonders bereichert.

Die emotionale Nähe wächst durch geteilte Freude, vorausgesetzt, alltägliche Absprachen und Verpflichtungen werden dabei nicht vernachlässigt. Kurz gesagt: Geteilte Lebensfreude stärkt die Verbindung, solange auch die praktischen Grundlagen verlässlich bleiben.

Gesundheit

Auf energetischer Ebene zeigt sich das Zusammenspiel von Leber-Holz und Milz-Erde in reger Vitalität, guter Stimmung und körperlicher Tatkraft.

Die traditionelle Lebenspflege rät in solchen Hochphasen allerdings dazu, Überreizung und Schlafmangel durch exzessives Feiern zu meiden, um das Nervensystem zu schonen.

Kurz gesagt: Genießen Sie Ihren hohen Energieschub, achten Sie aber auf regelmäßige Erholungsphasen, um ein Ausbrennen zu verhindern.

Persönliches Wachstum

Die persönliche Reifung erfährt einen spürbaren Schub durch musische Bildung, kreativen Austausch und aktive Einbindung in gemeinsame Vorhaben.

Wahres inneres Wachstum besteht in Zeiten des Erfolgs darin, spontane Euphorie durch bewusste Mäßigung in beständige Weisheit zu verwandeln. Kurz gesagt: Wenn Sie Ihre Leidenschaft von innerer Ruhe leiten lassen, entwickelt sich aus vorübergehender Begeisterung dauerhafte Stärke.

Kompatibilität

Zwischenmenschlich wirkt Ihr offenes und zugewandtes Wesen verbindend, sodass Sie insbesondere bei handlungsorientierten und aufgeschlossenen Persönlichkeiten rasch Vertrauen gewinnen.

Ihr Optimismus überträgt sich leicht auf das Umfeld und entschärft Spannungen innerhalb von Gruppen auf natürliche Weise. Kurz gesagt: Mit aufrichtiger Herzlichkeit und Kooperationsbereitschaft finden Sie überall mühelos Anschluss.

Schicksalsphasen

Im größeren Lebenszyklus signalisiert diese Phase eine ansteigende Entwicklungskurve, in der frühere Vorbereitungen nun auf breite gesellschaftliche Resonanz stoßen.

Hindernisse treten spürbar in den Hintergrund, während Kooperationen und öffentliche Anerkennung Ihre Pläne spürbar beschleunigen. Kurz gesagt: Treten Sie mutig voran, denn die äußeren Gegebenheiten sind bereit, Ihren Einsatz spürbar zu belohnen.

Jahreslesung

Das Jahresklima steht ganz im Zeichen von heiterem Aufbruch, fruchtbarem Netzwerken und spürbaren Impulsen auf verschiedenen Lebensfeldern. Die zentrale Bewährungsprobe liegt darin, sich im Trubel der vielen Gelegenheiten nicht zu verzetteln und den Kernzielen treu zu bleiben.

Kurz gesagt: Reiten Sie die Welle des gemeinsamen Enthusiasmus, ohne dabei Ihren roten Faden aus den Augen zu verlieren.

Namensanalyse

In der Namenssymbolik korrespondiert dieses Zeichen mit Ausdrücken, die klangvolle Frische, weite Resonanz und bodenständige Zuverlässigkeit miteinander verbinden. Solche Namensmerkmale fördern ein offenes, einnehmendes Auftreten, das durch ruhige Haltung gestützt wird.

Kurz gesagt: Namen mit einem lebendigen, aber gefestigten Klangcharakter unterstützen harmonische soziale Beziehungen.

Datumswahl

Für die Zeitwahl begünstigt das Hexagramm festliche Eröffnungen, Auftaktveranstaltungen, Bündnisschlüsse sowie kulturelle Ereignisse mit großem Publikum. Tage mit harmonischem Holz- und Erde-Bezug aktivieren das kollektive Wohlwollen und eine positive Außenwirkung optimal.

Kurz gesagt: Wählen Sie für den Start von Gemeinschaftsvorhaben Tage des Feierns und der Begegnung, um maximale Begeisterung zu wecken.

Feng Shui

In der Raumgestaltung empfiehlt diese energetische Ausrichtung einen offenen, fließenden Übergang zwischen dem vitalen Osten (Donner) und dem aufnehmenden Südwesten (Erde).

Helle Lichtakzente, gesunde Grünpflanzen oder angenehme Klangquellen im Wohnbereich aktivieren die heitere Schwingung des Raumes. Kurz gesagt: Halten Sie Ihre zentralen Wohnbereiche licht und lebendig, um harmonische Lebensfreude in Ihr Zuhause einzuladen.

Referenzen

Originaltext

Tuan-Kommentar

Die Begeisterung: Das Feste findet Widerhall, und der Wille gelangt zur Ausführung; sich fügen und zugleich bewegen – das ist Die Begeisterung.

In der Begeisterung fügt man sich und bewegt sich; so handeln Himmel und Erde, wie viel mehr erst beim Einsetzen von Lehnsfürsten und Aufmarschierenlassen von Heeren!

Himmel und Erde bewegen sich in Fügung, darum irren Sonne und Mond nicht ab und verfehlen die vier Jahreszeiten ihren Lauf nicht; die Heiligen bewegen sich in Fügung, so werden Bestrafung und Zucht klar und das Volk fügt sich willig.

Groß fürwahr ist die zeitgemäße Bedeutung der Begeisterung!

Großes Bild

Der Donner bricht aus der Erde hervor und regt sich: das Bild der Begeisterung. So schufen die früheren Könige Musik, um die Tugend zu ehren, brachten sie feierlich dem höchsten Herrn dar und verehrten damit die Ahnen.

Klassischer Kommentar

Zhouyi BenyiUrteil

Die Begeisterung bedeutet Eintracht und Freude. Das Herz des Volkes ist voll Frohsinn und Eintracht, um den Oberen zu willfahren. Die Neun auf dem vierten Platz ist die einzige lichte Linie, und Oben wie Unten antworten ihr, sodass ihr Wille ungehindert Raum greift.

Zudem trifft hier Kun auf Zhen, was bedeutet, dass man sich fügsam in Bewegung setzt. Darum heißt dieses Gua »Die Begeisterung«, und das Orakel besagt: Förderlich ist es, Fürsten einzusetzen und Heere ins Feld zu führen.

Zhouyi BenyiTuan-Kommentar

Anhand von Gestalt und Tugend des Hexagramms wird die Bedeutung des Namens erläutert. Anhand der Tugend des Hexagramms werden die Urteilsworte erklärt. In vollendeten Worten wird die Größe dieser Zeit gepriesen.

Zhouyi BenyiGroßes Bild

Der Donner bricht brausend aus der Erde hervor – das ist der Gipfel der Harmonie. Die früheren Könige schufen die Musik, indem sie diesen Laut nachahmten und seinen tiefen Sinn erfassten, um die Fülle des Höchsten zu preisen.

Yichuan YizhuanUrteil

Im Xugua heißt es über Die Begeisterung: »Wer Großes besitzt und bescheiden zu bleiben vermag, wird gewiss Begeisterung erfahren; darum empfängt ihn Die Begeisterung.« Es folgt unmittelbar auf die beiden vorherigen Hexagramme, um deren Sinn weiterzuführen.

Wer groß ist und dennoch demütig bleibt, genießt heitere Freude; Die Begeisterung birgt den Sinn von Ruhe, Wohlklang und Frohsinn. Als Hexagramm steht Zhen oben und Kun unten – das Bild fügsamer Bewegung. Wer sich regt und zugleich fügsam bleibt, erfährt reine Begeisterung.

Die Neun auf dem vierten Platz ist der Herr der Bewegung, dem alle schattigen Linien einträchtig antworten. Kun folgt ihr in Hingabe; da die Bewegung anhebt und Oben wie Unten ihr willig folgen, entsteht der Sinn freudiger Begeisterung.

Betrachtet man die beiden Naturbilder, so grollt der Donner über der Erde: Zunächst ruht das lichte Yang verborgen und verschlossen im Erdreich; bricht es jedoch hervor und lässt seine Stimme laut erschallen, strömt alles frei und harmonisch dahin – daher das Zeichen Die Begeisterung.

Begeisterung bedeutet, sich fügsam zu regen. Das Wirken der Begeisterung findet seinen Nutzen darin, Lehnsfürsten einzusetzen und Heere auszusenden.

Fürsten zu errichten und Schutzwehren zu bauen dient dazu, die Welt zu befrieden; sind die Fürsten einträchtig und folgsam, freuen sich die Völker und gehorchen gern.

Werden Heere aufgeboten und die Herzen der Massen sind voller Freude und Zuversicht, so folgen sie willig und erringen den Sieg. Daher ist der Weg froher Begeisterung günstig für das Bestellen von Fürsten und das Ausziehen der Heere.

Oben waltet Bewegung, unten waltet Hingabe: Dies ist das Bild der Fürsten, die dem König folgen, und der Krieger, die den Befehlen gehorchen. Wer über zehntausend Staaten gebietet und große Heere schart, vermag Gehorsam nur durch heitere Freude und Eintracht zu erwirken.

Yichuan YizhuanTuan-Kommentar

»Das Harte findet Erwiderung« meint, dass die vierte Linie von allen schattigen Linien getragen wird; die lichte Festigkeit erfährt die Zustimmung der Vielen.

»Der Wille setzt sich durch« besagt, dass das Yang nach oben strebt; da Oben wie Unten ihm willig folgen, gelangt sein Wollen zur Erfüllung.

»Fügsam sich regen ist Begeisterung«: Zhen regt sich und Kun ordnet sich unter – das bedeutet, sich im Einklang mit der Vernunft zu bewegen. Handelt man der Vernunft gemäß, so folgen die Massen mit Freuden; darum ist es Begeisterung.

Wenn man sich in heiterer Fügsamkeit regt, fügen sich selbst Himmel und Erde widerspruchslos ein – wie viel mehr erst das Einsetzen von Fürsten und das Führen von Heeren! Sollten diese nicht erst recht gelingen?

Der Weg von Himmel und Erde und die Ordnung der zehntausend Dinge beruhen einzig auf vollendeter Fügsamkeit. Dass der Große Mensch dem Himmel zuvorkommt oder ihm folgt, ohne je von ihm abzuweichen, rührt allein daher, dass er sich der ewigen Ordnung fügt.

Weiter wird dargelegt: Weil der Lauf von Himmel und Erde sich in fügsamer Bewegung vollzieht, weichen Sonne und Mond nicht von ihren Bahnen ab und die vier Jahreszeiten geraten nicht in Verwirrung.

Weil die Heiligen sich im Einklang mit der Natur regen, bleiben die Gesetze aufrecht, das Volk wendet sich dem Guten zu, und da die Strafen milde und klar sind, unterwerfen sich die Massen willig. Groß ist fürwahr die Zeitbedeutung der Begeisterung!

Nachdem der Weg der freudigen Hingabe beschrieben ist, bleibt sein tiefer Gehalt unerschöpflich; das Wort endet, doch der Sinn reicht weiter. Darum wird nochmals ausgerufen: Groß ist fürwahr die Zeitbedeutung der Begeisterung!

Der Mensch soll diesen Sinn erforschen, ihn tief verinnerlichen und begreifen.

Mit »Zeitbedeutung« ist das Wesen der jeweiligen Epoche gemeint; wo immer Zeit und Anwendung eines Hexagramms überragend sind, preist der Text ihre Größe – so geschieht es in den elf Hexagrammen von Die Begeisterung an.

Bei Begeisterung, Rückzug, Entgegenkommen und Wanderer wird von der »Zeitbedeutung« gesprochen; bei Abgrund, Gegensatz und Hindernis von der »Zeitanwendung«; bei Ernährung, Des Großen Übergewicht, Befreiung und Umwälzung wird schlicht die »Zeit« hervorgehoben – jeweils nach dem Maß ihrer vorzüglichsten Eigenschaft.

Yichuan YizhuanGroßes Bild

Der Donner entsteht, wenn die Yang-Kraft kraftvoll emporbricht und Licht und Schatten aufeinanderprallen; so bildet sich der Schall. Das Lichte lag verschlossen in der Erde; regt es sich nun, bricht es mit bebender Kraft hervor.

Was erst beengt war, strömt nun gelöst und harmonisch dahin – daher das Zeichen Die Begeisterung. Kun ist Hingabe, Zhen ist Aufbruch: Wenn Eintracht und Sanftmut sich im Inneren sammeln und im Schalle laut werden, so ist dies das Bild der Musik.

Die früheren Könige schauten auf den Donner, der aus der Erde bricht, und auf den Wohlklang, der sich weithin vernehmbar regt; daraufhin schufen sie Musik, um hohe Tugend und große Verdienste zu ehren.

Dies taten sie in so herrlicher Fülle, dass sie die Musik dem Höchsten Ahnherrn darbrachten und ihre Vorväter dazu luden. »Herrlich« meint die vollste Pracht; die Riten kennen das große Opferfest, was die höchste Feierlichkeit bezeichnet.

Dem Herrn des Himmels zu opfern und die Ahnen beizugesellen, ist der Gipfel irdischer Andacht.

Zhouyi ZhengyiUrteil

Die Richtigstellung des Sinns (Zhengyi) besagt: Dass es »Die Begeisterung« heißt, rührt vom Gedanken heiterer Ruhe her. Weil man sich in Eintracht und Sanftmut regt und die Bewegung nicht gegen die Menge verstößt, freuen sich alle Scharen; darum heißt es Begeisterung.

Regt man sich so, dass die Menge frohlockt, ist es günstig, Fürsten einzusetzen; regt man sich voll Milde und straft keine Unschuldigen, darf man Heere führen.

Die vier Grundtugenden (Erhabenheit, Gelingen, Förderung, Beharrlichkeit) fehlen hier, weil unbeschwerte Freude kein Zustand für alle Zeiten ist, sondern nur für bestimmte Augenblicke taugt.

Ausgelassene Muße darf man nicht dauerhaft gebrauchen, um den Staat zu leiten und die Sitten zu formen; darum fehlt das erhabene Gelingen. Unbeschwertes Vergnügen ist kein Pfad strenger Zucht; darum heißt es nicht »fördernd ist Beharrlichkeit«.

Meister Zhuang meinte: »Das Einsetzen von Fürsten vertritt das erhabene Gelingen, das Aussenden der Heere die fördernde Beharrlichkeit.« Doch merke: Im Hexagramm Zhun folgt auf »Urbeginn, Gelingen, Förderung, Beharrlichkeit« noch eigens der Satz »Förderlich ist es, Fürsten einzusetzen«; demnach kann das Einsetzen von Fürsten nicht mit dem erhabenen Gelingen gleichgesetzt werden.

Meisters Zhuangs Deutung dürfte wohl irrig sein.

Zhouyi ZhengyiTuan-Kommentar

Vom »Urteil: Begeisterung – das Harte findet Erwiderung und der Wille setzt sich durch« bis zu »groß ist fürwahr«: Die Richtigstellung des Sinns (Zhengyi) besagt: »Das Harte findet Erwiderung und der Wille setzt sich durch, fügsam sich regen ist Begeisterung«: »Das Harte« meint die Neun auf dem vierten Platz; »Erwiderung« meint die Sechs am Anfang.

Da Licht und Schatten einander entsprechen, setzt sich der Wille durch. Dies erklärt den Sinn der Begeisterung anhand der Linien. »Fügsam sich regen«: Kun liegt unten, das ist Fügsamkeit; Zhen liegt oben, das ist Bewegung. Bewegt man sich in Fügsamkeit, entsteht Begeisterung.

Dies erläutert den Sinn des Hexagramms anhand der beiden Trigramme. Bis hierher wird das Grundprinzip des Zeichens dargelegt.

»Weil Begeisterung fügsame Bewegung ist, handeln Himmel und Erde ebenso – wie viel mehr erst das Einsetzen von Fürsten und das Führen von Heeren!« Dies erklärt die Worte »Förderlich ist es, Fürsten einzusetzen und Heere zu führen«.

Bewegt sich der Heilige in Eintracht und Fügsamkeit, stimmt er mit der Tugend von Himmel und Erde überein, sodass selbst Himmel und Erde wie der Heilige handeln.

Wenn das Erhabene, Ferne und Unfassbare der Geisterwelt sich fügt, wie viel mehr erst das Belehnen von Fürsten und das Aussenden von Heeren! Wenn schon das Schwere willfährig ist, versteht sich das Leichte von selbst.

Wer Fürsten in fügsamer Bewegung ernennt, dem folgen die Menschen; wer Heere in fügsamer Bewegung führt, dem folgt die Menge. Weil Himmel und Erde sich fügsam regen, irren Sonne und Mond nicht auf ihren Bahnen und die Jahreszeiten verfehlen ihren Wechsel nicht.

Von hier an wird das Werk fügsamer Bewegung bei Himmel, Erde und Heiligen gepriesen. Bewegt sich der Kosmos nach diesem Gesetz, weichen die Gestirne nicht vom rechten Maß ab und Kälte wie Hitze treten zur rechten Zeit ein.

»Bewegt sich der Heilige in fügsamer Art, so sind die Strafen lauter und das Volk gehorcht«: Weil der Heilige nach der Vernunft handelt, begnadigt er keine Schuldigen und quält keine Unschuldigen; so bleiben die Strafen rein und die Menschen beugen sich willig.

»Groß ist fürwahr die Zeitbedeutung der Begeisterung!« preist das Gute der Begeisterung; in Zeiten der Muße und Freude ist der Sinn gewaltig. Dies ist das Lob des Hexagramms.

Wo Worte den Sinn nicht erschöpfen können, soll man sich nicht in Weitläufigkeiten verlieren, sondern durch ein bewunderndes Ausrufen das Gemüt rühren, auf dass die Nachwelt über das Ungesagte sinne und, den Sinn erfassend, die Worte vergesse.

Das Rühmen eines Hexagramms kennt drei Formen: Erstens das bloße Rühmen der Zeit (wie bei »Groß ist fürwahr die Zeit des Großen Übergewichts«); zweitens das gleichzeitige Rühmen von Zeit und Anwendung (wie bei »Groß ist fürwahr die Zeitanwendung des Abgründigen«); drittens das gleichzeitige Rühmen von Zeit und Bedeutung (wie bei »Groß ist fürwahr die Zeitbedeutung der Begeisterung«).

Die Gestalt eines Zeichens bildet stets seine Epoche ab; die Zeiten kennen Not und Gedeihen, die Dinge sind mannigfaltig, und so bringen die Linien je nach Zeiteintritt Heil oder Unheil.

Auch das Leben des Menschen ist so beschaffen: Man trifft auf Zeiten der Ordnung oder des Chaos; wie man sich darin verhält und sein Leben wahrt – ist dieser Weg etwa gering?

Darum heißt es: »Groß ist fürwahr!« Obgleich der Schicksalsläufe viele sind, lassen sie sich im Wesentlichen auf vier zurückführen: erstens die Zeit der Ordnung (wie Die Ernährung); zweitens die Zeit des Aufruhrs (wie Des Großen Übergewicht); drittens die Zeit der Auflösung (wie Die Befreiung); viertens die Zeit des Umbruchs (wie Die Umwälzung).

Darum werden die Zeiten dieser vier Hexagramme gerühmt, und die übrigen lassen sich daraus ermessen. Von der »Anwendung« spricht man, wo es um das zeitgemäße Handeln geht: Man weiß zwar um die Schwere der Epoche, weiß aber noch nicht, wie man ihr begegnen soll.

In den Zeiten von Kan, Kui und Jian ziemt es sich, den Edlen zu gebrauchen, Gemeine aber fernzuhalten. Die Gefahr zu nutzen, um Rettung zu finden, taugt nicht als Dauerzustand; das rechte Abwägen ist die Kunst jener Zeit.

Daher wird bei diesen drei Hexagrammen die Anwendung gerühmt.

Vom »Sinn« (Bedeutung) spricht die Anmerkung zu Hexagramm 44: »Wo von Sinn gesprochen wird, erschöpft sich das Ganze nicht im Sichtbaren, sondern birgt tieferen Gehalt.« Bei Begeisterung, Gefolgschaft, Rückzug und Wanderer ist dieser Gehalt nicht klein, und bei den übrigen Hexagrammen verhält es sich ähnlich.

Bei zwölf Hexagrammen schließt das Tuan mit dem Ausruf »Groß ist fürwahr!« Begeisterung, Der Wanderer, Der Rückzug und Das Entgegenkommen nennen stets »die Zeitbedeutung«.

Weil in diesen vier Hexagrammen noch ungesagter Sinn verborgen liegt, spricht man zusammenfassend von »Bedeutung«.

Auch Die Nachfolge nennt die »Bedeutung«, jedoch mit abweichender Wendung: Während jene vier schlicht »die Zeitbedeutung« rühmen, heißt es dort »die Bedeutung, der Zeit zu folgen«, weil man sich unmittelbar an den Zeitlauf schmiegt.

Bei Kui, Jian und Kan heißt es »die Zeitanwendung«, denn diese Epochen vermag kein gemeiner Mensch zu meistern, sondern nur der Große Mensch; darum wird die Anwendung als gewaltig gepriesen.

Bei Kan unterscheidet sich die Anwendung ein wenig von Kui und Jian, da der Kommentar vermerkt: »Es ist kein alltäglicher Nutzen, sondern eine Anwendung zur rechten Frist.« Bei Befreiung, Umwälzung, Ernährung und Des Großen Übergewicht wird allein die »Zeit« genannt, ohne »Bedeutung« oder »Anwendung«.

Bei der Befreiung ist die Zeit der Not gelöst, es gilt nicht mehr, Not zu bekämpfen, weshalb »Anwendung« fehlt; ihr Wesen erschöpft sich im Namen der Lösung, es bleibt nichts Verborgenes, weshalb auch »Bedeutung« fortbleibt.

Bei Des Großen Übergewicht meint der Kommentar: »Eine Zeit, in der der Edle tatkräftig handeln muss«; da sich der Sinn ganz im Namen des gewaltigen Übergewichts erschöpft, wird ebenfalls nur die »Zeit« genannt.

Zhouyi ZhengyiGroßes Bild

Die Richtigstellung des Sinns (Zhengyi) besagt: Betrachtet man die Bilder der Hexagramme, so heißt es bisweilen »Wolken steigen am Himmel auf« oder »Der Wind weht über dem Himmel«.

Demnach müsste es hier heißen: »Der Donner bricht über der Erde hervor«; dass es stattdessen heißt »Der Donner bricht brausend aus der Erde hervor: Das Bild der Begeisterung«, rührt daher, dass der Donner der Laut der lichten Yang-Kraft und das Beben seine Regung ist.

Bricht der Donner hervor und erschüttert alle Wesen, so erwachen sie im Hauch des Lichtes und frohlocken in Begeisterung.

»Die früheren Könige schufen Musik, um die Tugend zu ehren«: Der Donner facht an und treibt voran; so nahmen die Könige sich dies zum Vorbild, schufen Musik und mehrten Ruhm und Tugend, denn Musik preist vollendete Tugend.

»Und brachten sie mit Pracht dem Höchsten Gott dar« meint, dass man mit erhabener Musik dem Himmelsgott opferte – im Bilde des Donners, der von der Erde zum Himmel emporsteigt. »Um ihre Ahnherren beizugesellen« meint, die Vorfahren an die Seite des Himmelsgottes zu stellen.

So gesellte die Zhou-Dynastie beim Sommeropfer für den Himmel den Stammvater Hou Ji bei, und im lichten Ahnensaal beim Opfer für die Götter der fünf Richtungen den Vater König Wen; darum heißt es: »Um ihre Ahnherren beizugesellen«.

Quellen

I Ging · #16 Die Begeisterung → Almanach zu diesem Datum →