East Almanac
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Hexagramm des Tages Montag, 31. August 2026: #25 Die Unschuld (无妄)

Jeder Kalendertag entspricht deterministisch einem Hexagramm: seine Position in einer durchlaufenden 64-Tage-Rotation durch die König-Wen-Folge. Kein Wurf, kein Zufall.

Deutung

Hexagramm 25 zeigt den Donner unter dem Himmel und steht für ungetrübte Natürlichkeit, Aufrichtigkeit und absichtsloses Handeln im Einklang mit der kosmischen Ordnung. Höchstes Gelingen stellt sich ein, wenn das Handeln frei von Berechnung ist, während künstliche Manipulation und Eigennutz unverhofftes Unheil heraufbeschwören.

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I-Ging-/BaZi-Lesungsanfrage (von eastalmanac.com).
Page: Daily hexagram 2026-08-31: #25 Die Unschuld.
Interpretieren Sie dies in zwei Schichten: 1) Strukturelle Evidenz: Dynamik der Linien oder Elementbalance. 2) Praktisches Urteil: klare, direkte Antwort auf die Frage, gefolgt von 2–3 konkreten Handlungsschritten (mit Verben beginnend) und besonnener Vorsicht. Weisheit zur Selbstreflexion. Quellseite:
https://eastalmanac.com/de/daily-hexagram/2026-08-31/

BaZi-Karte

Im Rahmen der Vier-Säulen-Deutung begünstigt diese Konstellation klare und unverfälschte Elementflüsse, die frei von unlauteren Motiven oder spekulativen Spannungen bleiben.

Nach traditioneller Lesart schützt ein aufrechter Charakter wirksam vor äußeren Widrigkeiten, während eigennützige Abkürzungen bei ungünstigen Zeitabschnitten rasch zu Reibungen führen.

Die Ausrichtung des Alltags auf Geradlinigkeit und ethische Klarheit stabilisiert das eigene Fundament verlässlich. Lauteres, unaufgeregtes Verhalten bildet den sichersten Schutzschild gegen unvorhersehbare Lebensstürme.

Westliches Geburtshoroskop

Die Aspekte zwischen Saturn und Jupiter im Horoskop spiegeln eine strenge Ordnung wider, in der nüchterne Realitätsprinzipien trügerischen Optimismus und überzogene Illusionen unbarmherzig korrigieren.

Sobald astrologische Spannungen fundamentale Lebenshäuser aktivieren, entlarvt die Realität jede Form von gekünstelter Inszenierung oder verdeckten Plänen.

Ein harmonischer Verlauf gelingt am besten, wenn man die objektiven Gesetzmäßigkeiten respektiert und den Dingen ihren organischen Lauf lässt. Wer aufrichtig und ohne falsche Masken agiert, bleibt vor ernüchternden Rückschlägen weitgehend verschont.

I-Ging-Befragung

Mit dem Trigramm Donner unter dem Himmel versinnbildlicht Hexagramm 25 eine dynamische Bewegung, die sich vollkommen der natürlichen Ordnung unterordnet.

Der klassische Urteilstext verheißt erhabenes Gelingen unter der Bedingung beharrlicher Rechtschaffenheit, warnt jedoch eindringlich davor, dass Abweichungen vom rechten Pfad unberechenbare Verwicklungen nach sich ziehen.

Das Große Bild empfiehlt Führungspersönlichkeiten, den Zeiten gemäß zu handeln und das Leben ohne Eigennutz zu fördern. Handeln aus reiner Gesinnung führt zum Erfolg, während berechnende Schläue unverhoffte Probleme erzeugt.

Karriere

Im beruflichen Umfeld hängt nachhaltiger Erfolg von kompromissloser Transparenz, solider Facharbeit und der Einhaltung regulatorischer Standards ab.

Das Nutzen dubioser Schlupflöcher oder übertriebene Versprechungen birgt erhebliche Reputationsrisiken und zieht unkalkulierbare Konflikte nach sich. Wenn man sich auf nachweisbare Qualität und verlässliche Prozesse konzentriert, wächst die fachliche Anerkennung ganz von selbst.

Verlassen Sie sich auf handwerkliche Substanz und ehrliche Kommunikation, statt auf kurzfristige Tricks zu setzen.

Reichtum

Materielle Stabilität wird durch ehrliche Arbeit, solide Wertschöpfung und transparente Anlageformen nachhaltig gesichert.

Die klassische Tradition mahnt, dass giergetriebene Spekulationen oder undurchsichtige Versprechungen unter dieser Konstellation plötzliche Verluste provozieren können.

Der Erhalt von Liquidität und die Konzentration auf das vertraute Kerngeschäft bieten verlässlichen Schutz vor Marktturbulenzen. Bleiben Sie bei transparenten, bewährten Wegen und meiden Sie spekulative Verlockungen.

Liebe & Beziehungen

Partnerschaftliche Beziehungen entfalten sich am besten auf der Basis tief empfundener Aufrichtigkeit, vorurteilsloser Kommunikation und dem Verzicht auf emotionale Machtspiele.

Wer seinem Gegenüber ohne künstliche Fassade begegnet, schafft ein stabiles Fundament für echtes, gewachsenes Vertrauen. Strategisches Taktieren oder übertriebene Rollenbilder führen hingegen unausweichlich zu Enttäuschungen.

Wahre Nähe entsteht nur dort, wo beide Seiten den Mut haben, sich vollkommen echt und ungekünstelt zu zeigen.

Gesundheit

Das persönliche Wohlbefinden verlangt nach dem Einklang mit natürlichen biologischen Rhythmen, ausreichendem Schlaf und einer ausgewogenen Lebensweise.

Traditionelle Gesundheitslehren betonen, dass Unpässlichkeiten in dieser Phase häufig aus künstlicher Überreizung oder gegen die Natur gerichteten Gewohnheiten resultieren.

Eine Rückkehr zu einfacher Ernährung, regelmäßiger Bewegung und innerer Ruhe aktiviert die körpereigenen Selbstregulationskräfte. Hören Sie auf die natürlichen Signale Ihres Körpers und meiden Sie künstliche Extreme.

Persönliches Wachstum

Für die persönliche Reifung ist das bewusste Abstreifen antrainierter Eitelkeiten und künstlicher Absichten unerlässlich. Reine Arglosigkeit bedeutet keineswegs Naivität, sondern eine tiefe innere Klarheit, die sich nicht von kurzlebigen Vorteilen verführen lässt.

Stetige Selbstbeobachtung hilft dabei, die eigenen Motive lauter und frei von Groll zu halten. Wahres inneres Wachstum gelingt, wenn man die künstlichen Fassaden ablegt und zur eigenen Wesensmitte zurückfindet.

Kompatibilität

Zwischenmenschliche Harmonie beruht vor allem auf übereinstimmenden Werten und offener Geradlinigkeit, da Beziehungen ohne aufrichtigen Kern äußerem Druck kaum standhalten.

Wenn zwei Menschen ohne versteckte Absichten direkt miteinander kommunizieren, minimieren sich Missverständnisse und Reibungsverluste drastisch. Man sollte sich von Partnern fernhalten, deren Handeln von verschlungenen Taktiken oder unklaren Absichten geprägt ist.

Ehrliche und verlässliche Weggefährten sind das tragfähigste Fundament für dauerhafte Freundschaften und Kooperationen.

Schicksalsphasen

In Phasen, die unter dem Einfluss dieser Konstellation stehen, begünstigen die Rahmenbedingungen offenes, transparentes Handeln und decken Unstimmigkeiten rasch auf.

Das Umfeld reagiert sensibel auf Ungereimtheiten, weshalb faule Kompromisse unkalkulierbare Kosten verursachen können. Wer sich auf das Wesentliche besinnt und Vorhaben organisch reifen lässt, meistert diese Periode souverän.

Schwimmen Sie mit dem natürlichen Strom der Ereignisse und erzwingen Sie nichts mit der Brechstange.

Jahreslesung

Das Jahresklima stellt Themen wie Wahrhaftigkeit, Rechenschaft und die Ernte vergangener Aufrichtigkeit in den Mittelpunkt.

Übereilte Aktionen und unüberprüfte Zusagen bergen unverhältnismäßig hohe Risiken, weshalb die strikte Einhaltung ethischer Spielregeln den sichersten Leitfaden bildet. Früher geschaffene echte Werte zahlen sich nun von selbst aus, solange Gier und Eile vermieden werden.

Ein ruhiger, ehrlicher und bedachter Kurs ist in diesem Jahr die verlässlichste Schutzmaßnahme.

Namensanalyse

Namensanalytisch favorisiert dieses Zeichen wohlproportionierte, klare Schriftzeichen, die Natürlichkeit, Geradlinigkeit und moralische Stärke verkörpern.

Verworrene Klangmuster oder prätentiöse Bedeutungen sollten vermieden werden, um ein harmonisches energetisches Gesamtbild zu bewahren. Ein passender Name dient als subtiler Anker für ein aufrechtes, integres Auftreten im Lebensverlauf.

Ein klarer und bodenständiger Name stärkt die innere Aufrichtigkeit und schützt vor Verwirrung.

Datumswahl

Bei der zeitlichen Planung sollten Tage gewählt werden, deren kosmische Signaturen frei von Spannungen sind und eine klare, reine Grundordnung aufweisen. Solche Zeitpunkte eignen sich hervorragend für feierliche Eröffnungen, vertragliche Vereinbarungen oder offizielle Schritte.

Von risikoreichen oder verdeckten Unternehmungen ist an diesen Tagen dringend abzuraten, da Abweichungen vom Rechten rasch Unruhe stiften. Beginnen Sie wichtige Vorhaben an Tagen mit klarer energetischer Struktur, um einen harmonischen Verlauf zu sichern.

Feng Shui

Die Raumgestaltung orientiert sich an optimalem Lichteinfall, frischer Belüftung und einer ungehinderten Führung der Wege durch das Haus.

Die klassische Fengshui-Tradition empfiehlt, den Nordwesten würdevoll und aufgeräumt zu halten, während vitale Grünpflanzen im Osten die frische Tatkraft unterstützen. Das Beseitigen von Gerümpel und überflüssiger Dekoration befreit das Umfeld von stagnierenden Energien.

Eine helle, offene und entrümpelte Wohnumgebung lässt die Lebensenergie ungehindert fließen und schenkt inneren Frieden.

Referenzen

Originaltext

Urteil

Die Unschuld: Erhabenes Gelingen. Fördernd ist Beharrlichkeit. Weicht man vom Rechten ab, droht Verhängnis; es ist nicht fördernd, ein Ziel zu verfolgen.

Tuan-Kommentar

Die Unschuld: Das Feste kommt von außen und wird zum Herrn im Inneren. Bewegung und Tatkraft; das Feste steht in der Mitte und findet Entsprechung. Großes Gelingen durch das Rechte ist die Bestimmung des Himmels.

„Weicht man vom Rechten ab, droht Verhängnis; es ist nicht fördernd, ein Ziel zu verfolgen.“ Wohin sollte man ziehen, wenn man sich in Unschuld wähnt und doch abirrt? Wenn die Fügung des Himmels nicht beisteht, wie vermöchte man da zu handeln?

Großes Bild

Unter dem Himmel grollt der Donner, alle Dinge empfangen die Unschuld. Die früheren Könige richteten sich danach, entfalteten sich im Einklang mit den Jahreszeiten und nährten alle Wesen.

Klassischer Kommentar

Zhouyi BenyiUrteil

Wuwang bezeichnet die lautere Wahrheit und naturgegebene Richtigkeit der Ordnung. In den Shiji wird es als »wúwàng« (ohne Erwartung) geschrieben; dies meint, dass man ohne vorsätzliche Absicht und Erwartung etwas empfängt; dieser Sinn ist ebenfalls stimmig.

Das Hexagramm ging aus dem Hexagramm Der Streit (Sòng) hervor: Die Neun wandelte sich von der zweiten Stelle herab und nahm den Anfangsplatz ein; zugleich ist sie der Herr des Donnerzeichens (Zhèn): Sie bewegt sich, ohne falsch oder trügerisch zu sein; darum heißt es Die Unschuld (Hexagramm 25).

Zudem sind die beiden Teilzeichen Das Erregende (Donner) (Zhèn) und Das Schöpferische (Himmel) (Qián); die Neun an fünfter Stelle ist fest, hält die Mitte ein und entspricht der Sechs an zweiter Stelle.

Daher lautet sein Orakel: »Erhabenes Gelingen, fördernd ist Beharrlichkeit.« Weicht man jedoch vom Rechten ab, so droht Unheil, und es ist nicht fördernd, wohin man geht.

Zhouyi BenyiTuan-Kommentar

Aus dem Wandel des Hexagramms, der Tugend des Hexagramms und der Gestalt des Hexagramms erhellt, wie vortrefflich dieses Hexagramm beschaffen ist; daher lautet sein Orakel, dass man erhabenes Gelingen erlangen wird und Beharrlichkeit förderlich ist – dies ist die naturgemäße Fügung des Himmelsmandats.

Weicht jemand vom Rechten ab, so ist es unvorteilhaft, wohin er auch ginge: Wohin wollte er sich wenden? Da er sich gegen das Himmelsmandat auflehnt und der Himmel ihm keinen Beistand gewährt, darf er sich zu keinem Handeln aufmachen.

Zhouyi BenyiGroßes Bild

Unter dem Himmel zieht der Donner dahin, erschüttert und belebt alle zehntausend Wesen; jedes stellt seine Natur und Bestimmung richtig; so wird jedem einzelnen Ding die Unschuld verliehen.

Die früheren Könige nahmen sich dies zum Vorbild, um zur rechten Stunde die Wesen zu hegen und zu nähren, indem sie ihrer Natur folgten und frei von eigensüchtigen Absichten blieben.

Yichuan YizhuanUrteil

Zur Reihenfolge der Hexagramme (Xugua) bei Wuwang: »Kehrt man um, so verfällt man keinem Wahn mehr; darum empfängt man es mit Wuwang (der Unschuld).« Wiederkehr bedeutet die Rückkehr zum rechten Weg; ist man erst zum rechten Weg zurückgekehrt, so steht man im Einklang mit der wahren Ordnung und ist frei von Wahn; daher folgt auf die Wiederkehr das Hexagramm Die Unschuld.

Die Gestalt des Zeichens zeigt Das Schöpferische (Himmel) (Qián) oben und Das Erregende (Donner) (Zhèn) unten. Zhèn ist Bewegung: Regt man sich im Einklang mit dem Himmel, so ist es Unschuld; regt man sich aus menschlicher Begierde, so verfällt man dem Wahn.

Wie erhaben ist doch der Sinn der Unschuld! Die Unschuld ist die lautere Wahrhaftigkeit; und lautere Wahrhaftigkeit ist der Weg des Himmels. Wie der Himmel alle Wesen unaufhörlich erzeugt und wandelt, sodass jedes seine Natur und Bestimmung richtigstellt – das eben ist Unschuld.

Vermag der Mensch mit dem Weg der Unschuld übereinzustimmen, so entspricht dies dem Wort: »Seine Tugend vereinigt sich mit Himmel und Erde.« Der Unschuld wohnt das Gesetz des erhabenen Gelingens inne; wandelt der Edle auf dem Weg der Unschuld, so gelangt er zu höchstem Gelingen.

Die Unschuld ist der Weg des Himmels; das Hexagramm aber kündet davon, dass der Mensch dem Weg der Unschuld folgen soll.

»Fördernd ist Beharrlichkeit«: Folgt man dem Weg der Unschuld, so liegt der Gewinn in wahrer Beharrlichkeit; verliert man die Beharrlichkeit, so verfällt man dem Wahn.

Selbst wenn kein arger Sinn im Herzen wohnt: Entspricht das Tun nicht der rechten Ordnung, so ist es Wahn und trügerisch im Herzen. Weicht man daher vom Rechten ab, so erwachsen Verfehlung und Unheil.

Ist man erst unschuldig und frei von Wahn, so geziemt sich kein vorsätzliches Drängen; denn ein Vorangehen würde nun zum Wahn.

Yichuan YizhuanTuan-Kommentar

Dies zielt auf die Neun am Anfang. Die unterste Linie des Kūn-Zeichens wandelte sich zu Zhèn; das Feste kam von außen herein. Zhèn hat die unterste Linie zu seinem Herrn; aus ihr bildet sich das Hexagramm; darum ist der Anfang der Herr der Unschuld.

Sich nach dem Himmel zu regen, ist Unschuld; sich zu regen und dabei die himmlische Regung zur Richtschnur zu nehmen, ist das Wesentliche.

Dass das Feste das Weiche umwandelte, ist das Bild, wie das Rechte den Wahn austreibt; dass zudem Festigkeit und Geradheit im Inneren walten, begründet den Sinn der Unschuld. Die Neun nimmt den Anfangsplatz ein: Dies ist die Richtige Position.

Unten ist Bewegung und oben Festigkeit: Das besagt, dass seine Bewegung stark und lauter ist; feste Lauterkeit ist das Wesen der Unschuld.

Fest, die Mitte wahrend und mit Erwiderung: Die Fünfte nimmt als feste Linie die mittlere und rechte Position ein, und die Zweite antwortet ihr gleichfalls in Mitte und Geradheit; dies bedeutet, der Ordnung fügsam zu folgen ohne jeden Wahn.

Daher ist ihr Weg von erhabenem Gelingen und wahrer Beharrlichkeit; dies ist die Fügung des Himmels. Das Himmelsmandat bezeichnet den Weg des Himmels; das ist es, was man Unschuld nennt. »Wer nicht recht ist, hat Unheil; nicht fördernd ist es, wohin man geht.

Wenn man in Unschuld noch irgendwohin drängt, wohin soll das führen? Gewährt das Himmelsmandat keinen Beistand, vermag man da noch zu wandeln?« Was man Unschuld nennt, ist nichts anderes als das Rechte.

Verfehlt man das Rechte auch nur im Geringsten, so begeht man einen Fehler, und das ist Wahn. Dass jemand »nicht recht« ist, rührt zumeist daher, dass er vorsätzlich vorandrängen will. Bliebe er in Unschuld und drängte nicht voran, woher sollte dann das Unrechte kommen?

Die Unschuld ist die Lauterkeit der göttlichen Ordnung; will man darüber hinaus noch irgendwohin streben, wohin soll das führen? Man geriete geradewegs in den Wahn.

Drängt man dennoch voran, so widerstreitet man der Himmelsordnung; und wenn der Himmelsweg keinen Beistand gewährt, wie könnte man da noch wandeln?

Yichuan YizhuanGroßes Bild

Der Donner rollt unter dem Himmel dahin; Yin und Yang verbinden sich harmonisch, prallen aufeinander und werden zum Laut. Da erwachen die starren Winterschläfer, die Keime brechen hervor, und alle zehntausend Wesen sprießen empor.

Was ihnen verliehen wird – ob gewaltig oder zart, hoch oder niedrig –, stellt jedem seine Natur und Bestimmung richtig, ohne Fehl noch Trug: So verleiht der Himmel den Wesen die Unschuld.

Die früheren Könige schauten dieses Bild, wie der Donner unter dem Himmel dahinzieht und Leben und Gaben spendet; darum ehrten sie reich und treu die Himmelszeit und pflegten und nährten alle Wesen, damit jedes das ihm Zuträgliche erlange, ganz so wie der Himmel ihnen die Unschuld verleiht.

»Mao« (茂) bedeutet reich und blühend. »Reich entsprechen« (maodui) ist wie das rühmende Besingen in den Liedern; »der Zeit entsprechen« bedeutet, sich fügsam an die Himmelszeit zu binden.

Der Weg des Himmels lässt alle Wesen entstehen, sodass jedes seine Natur und Bestimmung ungetrübt empfängt; der König nimmt sich diesen Weg des Himmels zum Vorbild, hegt und pflegt das Volk bis hinab zu Insekten, Gräsern und Bäumen, damit jedes seinen rechten Platz finde: Dies ist der Weg, der Himmelszeit zu entsprechen und die Wesen zu nähren.

Zhouyi ZhuTuan-Kommentar

Dies zielt auf das Zeichen Das Erregende (Donner) (Zhèn). Zhèn regt sich, und Das Schöpferische (Himmel) (Qián) ist stark. Dies zielt auf die Fünfte. Das Starke kommt von außen herein und wird zum Herrn im Inneren; es regt sich und wird umso kraftvoller.

»Fest in der Mitte und erwidert«: Erhaben, fest und aufrecht, ohne dass eigensüchtige Begierden walten – wie könnte da Wahn Raum greifen?

Wenn der Weg des Wahns erlischt und der Weg der Unschuld sich vollendet, was wäre dies anderes als erhabenes Gelingen und fördernde Beharrlichkeit? Das Starke kommt von außen und wird zum Herrn im Inneren: Da schwindet der Weg des weichen Bösen.

Es regt sich und wird umso lauter: Da bahnt sich der Weg gerader Festigkeit seine Bahn. »Fest in der Mitte und erwidert«: Da leuchtet die klare, lautere Tugend weithin.

Darum heißt es: »Erhabenes Gelingen durch Beharrlichkeit.« Wie dürfte man sich gegen die Gebote des Himmels vergehen? Wie dürfte man trügen? Daher zieht Unrecht Unheil nach sich, und »nicht fördernd ist es, wohin man geht«.

Zhouyi ZhuGroßes Bild

»Yu« (與) ist ein Füllwort und bedeutet hier »allesamt«. Rollt der Donner unter dem Himmel, so darf kein Ding trügen noch wähnen. »Mao« (茂) bedeutet reich und blühend.

Erst wenn kein Wesen zu trügen wagt, vermag jedes seine Natur vollkommen zu entfalten; der Himmelszeit zu entsprechen und die Wesen zu hegen – nichts könnte herrlicher und reicher sein als dies.

Zhouyi ZhengyiUrteil

Die Richtigstellung lautet: Die Unschuld bedeutet, dass das Starke der innere Herr ist, das sich regt und stark zu wirken vermag. Tritt man so vor die Untertanen, so wagt kein Ding mehr Trug, Falschheit oder Wahn, und alle wandeln in der lautersten Wirklichkeit.

Daher gewinnt man großes Gelingen, und es ist förderlich für die Beharrlichkeit; darum heißt es: »Uranfängliches Gelingen, fördernd ist Beharrlichkeit.« »Wer nicht recht ist, hat Unheil; nicht fördernd ist es, wohin man geht« besagt: Da alle Wesen frei von Wahn sind, muss man auf dem rechten Weg wandeln.

Weicht man vom rechten Weg ab, so droht Unheil und Verhängnis, und es ist unvorteilhaft, irgendwohin aufzubrechen.

Zhouyi ZhengyiTuan-Kommentar

Die Richtigstellung lautet: Anhand dieses Hexagrammbildes wird erhellt, wie die Unschuld erwirkt wird.

Weil das Starke des Zeichens Zhèn von außen kommt und im Inneren zum Herrn wird, und weil Zhèn sich regt, während Qián stark ist, vermag es zu bewirken, dass alle Dinge »ohne Wahn« (in Unschuld) verweilen.

Die Richtigstellung lautet: Der Sinn der Linien erhellt, wie die Unschuld herbeigeführt wird. Die Neun an fünfter Stelle nimmt als feste Linie die Mitte ein, und die Sechs an zweiter Stelle entspricht ihr; das ist »fest in der Mitte und erwidert«.

Wer fest in der Mitte steht, vermag Schein und Wirklichkeit klar zu scheiden; wer Erwiderung findet, dem folgen die Wesen willig, ohne Falschheit zu wagen. »Erhabenes Gelingen durch Beharrlichkeit ist die Fügung des Himmels.«

Die Richtigstellung lautet: Dies erhellt den Sinn von »uranfänglichem Gelingen und fördernder Beharrlichkeit«. Erhaben, fest und aufrecht, ohne dass eigensüchtige Begierden walten: Wie könnte da Wahn bestehen? Dies ist die Lehre und Weisung des Himmels.

Der Weg des Himmels ist reines Yang, fest und kraftvoll; er gleicht der Tugend des Schöpferischen, darum ist es die »Fügung des Himmels«. Wenn es aber die Fügung des Himmels ist, wie dürfte man sich dagegen vergehen?

Zum Kommentar »Das Starke kommt von außen« bis »nicht fördernd ist es, wohin man geht«: Die Richtigstellung lautet: Wenn es heißt: »Damit der Weg des Wahns erlischt und der Weg der Unschuld sich vollendet«, so meint Wahn das Trügerische, Heuchlerische, das der rechten Ordnung widerstreitet.

Fehlt ein fester Herr in der Mitte, während Weichheit und Verderbnis walten, so verfallen alle Wesen dem Trug; das hieße, dass der Weg des Wahns emporsteigt.

Begegnet man nun aber einem festen Herrn in der Mitte, der streng, lauter und aufrecht waltet, so fürchten die Unteren seine Würde und wagen keinen Trug mehr; so erlischt der Weg des Wahns, und der Weg der Unschuld vollendet sich.

Von »Wer nicht recht ist, hat Unheil« bis zu »vermag man da noch zu wandeln?«

Die Richtigstellung lautet: »Wer nicht recht ist, hat Unheil; nicht fördernd ist es, wohin man geht. Wenn man in Unschuld noch irgendwohin drängt, wohin soll das führen?« legt den Sinn jenes Urteilsspruches aus.

Beim Satz »Wuwang zhi wang he zhi yi« ist das erste »zhi« ein grammatisches Bindewort, das zweite »zhi« bedeutet hingehen oder sich wenden. Wenn die eigene Person unrecht ist, wohin wollte man sich in einer Zeit der Unschuld wenden?

Darum heißt es: »Wohin soll das führen?« »Gewährt das Himmelsmandat keinen Beistand, vermag man da noch zu wandeln?« besagt: Ist die eigene Person nicht recht und trachtet dennoch nach Vorankommen, so verletzt sie das Himmelsmandat, und der Himmel spendet keinen Beistand.

Sollte man am Ende wahrhaft so handeln wollen? Dies meint: Wollte man am Ende wahrhaft ein Tun wagen, dem der Himmel seinen Beistand versagt?

Zum Kommentar »Wer nicht recht ist, hat Unheil« bis »am Ende ohne Beistand«: Die Richtigstellung lautet: »Am Ende« meint den letzten Ausgang: Es besagt, dass jenem Tun am Ende der Beistand des Himmels versagt bleibt.

Zhouyi ZhengyiGroßes Bild

Die Richtigstellung lautet: »Unter dem Himmel rollt der Donner«: Der Donner hat einen furchterregenden Klang.

Wenn nun der Donner unter dem Himmel dahinzieht und alle Wesen erschüttert, so sind alle Wesen von Ehrfurcht ergriffen und wagen keinen Trug; daher heißt es: »Unter dem Himmel rollt der Donner: Alle Dinge sind ohne Wahn (in Unschuld).« Die Richtigstellung lautet: Mao bedeutet reich; dui bedeutet entsprechen.

Dies besagt, dass die früheren Könige durch dieses erhabene Werk der Unschuld der Zeit der Unschuld entsprachen und alle Wesen nährten.

Nur ein wahrer König besitzt eine solche Tugend; Fürsten und Niedere vermögen dies nicht, daher nennt der Text nicht den Edlen, sondern spricht von den »früheren Königen«.

Man beachte: In den Bild-Kommentaren anderer Hexagramme werden für gewöhnlich schlicht die beiden Trigrammbilder genannt und sogleich mit dem Namen des Hexagramms geschlossen, wie etwa: »Donner in der Erde: Die Wiederkehr.« Hier bei Wuwang müsste es eigentlich heißen: »Unter dem Himmel zieht der Donner dahin: Die Unschuld.« Dass hier jedoch steht: »Alle Wesen empfangen die Unschuld« (wù yǔ wúwàng), geschieht, weil man betonen will, dass ausnahmslos alle Wesen frei von Wahn sind; darum fügte man die Worte »alle Wesen empfangen« hinzu.

Bei den übrigen Hexagrammen stimmen nicht notwendigerweise alle Wesen mit dem Sinn des Namens überein, daher werden nur die Bilder gezeigt und mit dem Namen abgeschlossen. So kehrt beim Hexagramm Fu allein das Yang-Qi wieder, nicht aber kehren alle Wesen wieder.

An diesem einen Hexagramm Fu lässt sich das Übrige ermessen.

Quellen

I Ging · #25 Die Unschuld → Almanach zu diesem Datum →