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Hexagramm des Tages Freitag, 17. April 2026: #17 Die Nachfolge (随)

Jeder Kalendertag entspricht deterministisch einem Hexagramm: seine Position in einer durchlaufenden 64-Tage-Rotation durch die König-Wen-Folge. Kein Wurf, kein Zufall.

Die Nachfolge: Erhabenes Gelingen. Förderlich ist Beharrlichkeit. Kein Makel.

Deutung

Das Hexagramm Sui versinnbildlicht das harmonische Folgen und Anpassen an die Erfordernisse von Zeit und Umfeld, getragen von heiterer Beweglichkeit. Wer sich gelassen dem natürlichen Fluss anschließt und dabei innere Aufrichtigkeit bewahrt, erlangt mühelosen Erfolg frei von Verfehlung.

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I-Ging-/BaZi-Lesungsanfrage (von eastalmanac.com).
Page: Daily hexagram 2026-04-17: #17 Die Nachfolge.
Interpretieren Sie dies in zwei Schichten: 1) Strukturelle Evidenz: Dynamik der Linien oder Elementbalance. 2) Praktisches Urteil: klare, direkte Antwort auf die Frage, gefolgt von 2–3 konkreten Handlungsschritten (mit Verben beginnend) und besonnener Vorsicht. Weisheit zur Selbstreflexion. Quellseite:
https://eastalmanac.com/de/daily-hexagram/2026-04-17/

BaZi-Karte

Im BaZi-System veranschaulicht die Begegnung von Donnerholz unten und metallener Seefreude oben eine produktive Wandlung, bei der tatkräftiger Impuls in einvernehmliche Form mündet.

Die klassische Vier-Säulen-Lehre deutet diese Konstellation als Einladung, bestehende Strukturen und Hilfen kooperativ zu nutzen, anstatt Gegenkräfte herauszufordern. Wer sich geschmeidig in bestehende Konstellationen einfügt, entfaltet seine Potenziale mit größter Leichtigkeit.

Westliches Geburtshoroskop

Aus astrologischer Perspektive deuten veränderliche Signaturen und fließende Aspekte darauf hin, dass persönliche Vorhaben am besten im Einklang mit größeren Zyklen gedeihen.

Traditionelle Sternendeutungen sehen in dieser Phase den Rat, eigene Bestrebungen mit dem kollektiven Zeitgeist zu synchronisieren, statt starre Pläne zu erzwingen. Wenn Sie sich dem Rhythmus der äußeren Umstände anpassen, verläuft Ihre Entwicklung spürbar reibungsloser.

I-Ging-Befragung

Mit dem Donner im See zeigt das Hexagramm 17 eine dynamische Kraft, die sich freiwillig unter heitere Freude und Empfänglichkeit ordnet.

Die klassische Urteilsüberlieferung preist das weise Erkennen des rechten Zeitpunkts als Grundlage für durchgreifendes Gelingen unter Wahrung von Rechtschaffenheit. Wenn Sie klug mit den Gegebenheiten gehen, ohne Ihre Grundsätze aufzugeben, bleibt Ihr Handeln stets ohne Tadel.

Karriere

Im Berufsleben empfiehlt sich jetzt eine Politik des geschickten Mitschwimmens, bei der Sie übergeordnete Unternehmensziele unterstützen und Teamdynamiken konstruktiv aufgreifen.

Nach traditioneller Lehre führt verbindliches Entgegenkommen und gegenseitiger Nutzen eher zu Anerkennung und Aufstieg als konfrontatives Durchsetzen. Wenn Sie den institutionellen Kurs aktiv mittragen, eröffnen sich Ihnen wie von selbst neue Karrierechancen.

Reichtum

In finanziellen Fragen zahlt sich die Ausrichtung an bewährten Marktbewegungen und verlässlichen Strukturen deutlich mehr aus als spekulative Alleingänge.

Die traditionelle Vermögenslehre rät dazu, ökonomischen Zyklen mit Bedacht zu folgen und dabei strenge Redlichkeit walten zu lassen. Eine umsichtige, an realen Trends orientierte Budgetplanung sorgt für eine kontinuierliche und krisenfeste Vermögensbildung.

Liebe & Beziehungen

Für Partnerschaften bedeutet die Verbindung von Bewegung und Freude, dass Beziehungen am schönsten wachsen, wenn man ihnen ihren natürlichen Raum lässt und einander empathisch begegnet.

Traditionelle Beziehungsmodelle heben hervor, dass liebevolles Eingehen auf das Gegenüber weit mehr Nähe stiftet als das starre Verlangen nach festen Erwartungen. Ein zugewandtes, gelassenes Miteinander vertieft das gegenseitige Vertrauen nachhaltig.

Gesundheit

Das Große Bild mahnt dazu, sich wie der Edle bei Einbruch der Dämmerung zur wohlverdienten Ruhe zurückzuziehen und dem Tag-Nacht-Rhythmus zu folgen.

Die traditionelle Lebenspflege sieht im Ausgleich zwischen aktiver Verausgabung und regenerativer Erholung den Schlüssel für das harmonische Zusammenspiel von Leber und Lunge.

Achten Sie auf regelmäßige Schlafzeiten und entspannende Abendrituale, um Ihre Vitalität dauerhaft zu stärken.

Persönliches Wachstum

Die persönliche Reifung liegt darin, übertriebenes Beharren loszulassen und die Kunst des situativen Nachgebens als Stärke zu begreifen. Die klassische Philosophie betrachtet das bewusste Einlenken nicht als Schwäche, sondern als Meisterschaft im Umgang mit der Wirklichkeit.

Wenn Sie lernen, den Wechselfällen des Lebens mit offener Heiterkeit zu begegnen, wächst Ihre innere Widerstandskraft.

Kompatibilität

Zwischenmenschlich zeigt sich eine harmonische Rollenverteilung, bei der ein Partner motivierend voranschreitet, während der andere mit wohlwollender Offenheit reagiert.

Klassische Partnerschaftsanalysen werten dieses Zusammenspiel als besonders tragfähig, da gegenseitiges Verständnis den Vorrang vor Dominanzansprüchen hat. Durch gegenseitige Wertschätzung und flexibles Eingehen aufeinander bleibt die Verbindung lebendig und friedvoll.

Schicksalsphasen

Der übergeordnete Lebensabschnitt begünstigt das behutsame Mitschwimmen mit gesellschaftlichen Strömungen gegenüber erzwungenen Umbrüchen. Traditionelle Zyklenlehren betonen, dass Flexibilität in dieser Phase Reibungsverluste minimiert und den Weg für stetigen Zuwachs bereitet.

Wer sich klug auf die äußeren Rahmenbedingungen einstellt, bewegt sich sicher und gelassen durch Zeiten des Wandels.

Jahreslesung

Für das laufende Jahr bildet die Bereitschaft zur kooperativen Anpassung den verlässlichsten Schlüssel für anhaltenden Erfolg.

Der traditionelle Ausblick unterstreicht, dass das Eingehen auf wechselnde Gelegenheiten reiche Früchte trägt, während Starrsinn wertvolle Energie verschwendet. Wenn Sie den Schwung der Ereignisse aufmerksam aufgreifen, wird dieses Jahr harmonisch und ertragreich verlaufen.

Namensanalyse

Namen, deren Klang und Bedeutung Beweglichkeit, Einklang oder fließende Heiterkeit vermitteln, spiegeln die feine Natur des Hexagramms Sui optimal wider.

In der überlieferten Namensdeutung stärkt die Verbindung von vitaler Tatkraft und sanfter Offenheit das persönliche Wohlwollen und die soziale Anziehungskraft. Eine harmonische Namensgebung unterstützt einen geschmeidigen Lebensweg und fördert förderliche Begegnungen.

Datumswahl

In der traditionellen Zeitwahl gelten Tage im Zeichen von Sui als besonders günstig für Teambuilding, Vertragsabstimmungen, gesellige Runden und erholsame Pausen.

Klassische Zeitwahlsysteme raten davon ab, unter dieser Konstellation harte Konflikte auszutragen oder Prozesse gewaltsam zu erzwingen. Wenn Sie Termine für kooperative Vorhaben auf diesen Zeitpunkt legen, entwickeln sich die Dinge harmonisch und ohne Reibung.

Feng Shui

Raumenergetisch empfiehlt sich eine klare Wegeführung, die den fließenden Übergang von aktiven Wohnbereichen zu ruhigen Rückzugszonen unterstützt.

Die traditionelle Raumlehre empfiehlt, das Motiv des Donners im See aufzugreifen, indem man abends die Beleuchtung dimmt und Durchgänge beruhigt, um heilsame Stille einkehren zu lassen.

Eine harmonische Raumaufteilung mit sanfter Belüftung bringt Ruhe und Ausgeglichenheit in Ihr Zuhause.

Referenzen

Originaltext

Tuan-Kommentar

Die Nachfolge: Das Feste kommt und stellt sich unter das Weiche, Bewegung vereint sich mit Heiterkeit – das ist Die Nachfolge. »Großes Gelingen, Beharrlichkeit, kein Makel«, und alles unter dem Himmel folgt der Zeit. Groß fürwahr ist die Bedeutung des Folgens der Zeit!

Großes Bild

Inmitten des Sees ist Donner: das Bild der Nachfolge. So zieht sich der Edle bei Einbruch der Dunkelheit zurück, um zu ruhen.

Klassischer Kommentar

Zhouyi BenyiUrteil

Sui bedeutet Folgen oder Nachfolge.

Betrachtet man den Wandel der Hexagramme, so kam ursprünglich die Neun aus Kun an den Anfang, und aus Shi He stieg die Neun auf den fünften Platz; aus Wei Ji kommend vereint es gar beide Wandlungen – jedes Mal handelt es sich darum, dass das Feste herabsteigt, um dem Weichen zu folgen.

Betrachtet man die beiden Trigramme, so regt sich das eine und das andere freut sich daran, was ebenfalls den Sinn des Folgens ergibt; darum heißt es Die Nachfolge.

Vermag man selbst den Dingen zu folgen, so wenden sich die Dinge einem zu; wenn Oben und Unten einander nachfolgen, ist der Weg leicht und gebahnt. Darum lautet das Orakel: »Erhabenes Gelingen«.

Doch muss es der Beharrlichkeit förderlich sein, damit man frei von Makel bleibt; folgt man dem Unrechten nach, so verfällt man trotz anfänglichen Gelingens unausweichlich dem Tadel.

Im Zuo Zhuan sprach Mu Jiang: »Wer diese vier Tugenden besitzt, folgt ohne Makel nach; mir aber mangelt es an allen – wie dürfte ich da von Nachfolge reden?« Zwar entsprechen die vier Tugenden hier nicht ganz dem ursprünglichen Wortsinn, doch trifft ihre Deutung den Geist des Orakels aufs Tiefste.

Zhouyi BenyiTuan-Kommentar

下 wird wie 遐嫁 gelesen; 說 wird wie 悅 ausgesprochen. Durch den Wandel und die Tugenden der Trigramme wird der Sinn des Hexagrammnamens erhellt. Die Fassung von Wang Su liest 之 anstelle von 時, dem hier gefolgt werden soll.

Sie legt die Urteilsworte so aus: Vermag man so zu handeln, neigt sich die ganze Welt in Nachfolge zu. Die Fassung von Wang Su stellt das Zeichen 時 unter das Zeichen 之; dem ist hier zu folgen.

Zhouyi BenyiGroßes Bild

Der Donner verbirgt sich im See: Man folgt der Zeit und pflegt die Rast.

Yichuan YizhuanUrteil

Im Xugua heißt es über Die Nachfolge: »Wo Freude und Begeisterung herrschen, folgt man gewiss nach; darum empfängt ihn Die Nachfolge.« Dem Pfade heiterer Begeisterung neigen sich alle Wesen zu; darum folgt Die Nachfolge auf Die Begeisterung.

Als Hexagramm steht Dui oben und Zhen unten: Dui ist Freude, Zhen ist Bewegung. Voll Freude sich regen oder in der Bewegung heiter bleiben – beides birgt den Sinn des Folgens.

Das Weib folgt dem Manne: Hier folgt das jüngste Mädchen dem ältesten Sohne, was ebenfalls Nachfolge bedeutet. Ferner ist Zhen der Donner und Dui der See: Der Donner grollt im See, und die Wasser regen sich mit ihm – das Bild der Nachfolge.

Betrachtet man den Hexagrammwandel, so stieg die oberste Linie von Qian herab an den Fuß von Kun, und die Anfangslinie von Kun stieg empor an den Gipfel von Qian: Das Lichte neigt sich dem Schattigen zu.

Wenn das Lichte sich vor dem Schattigen beugt, folgt das Schattige voller Freude – daher der Sinn des Folgens.

Bei der Bildung der Hexagramme schöpft man den Sinn teils aus den beiden Trigrammen, teils aus den einzelnen Linien, und bisweilen zieht man den Wandel der Zeichen heran; bei Die Nachfolge ist diese Sinngebung besonders reich und vollständig entfaltet.

Der Weg der Nachfolge vermag erhabenes Gelingen zu stiften. Des Edlen Wandel besteht darin, dass die Menge ihm folgt, dass er selbst anderen nachfolgt und dass er im Handeln sorgsam wählt, wem er sich anschließen soll: All dies ist Nachfolge.

Trifft das Folgen den rechten Weg, erwirkt es erhabenes Gelingen. Wenn der Herrscher dem Guten lauscht, der Diener den Befehlen gehorcht, der Gelehrte sich der Gerechtigkeit zuwendet und man im Ernstfall dem Weisen folgt – überall waltet Nachfolge.

Das Gedeihen der Nachfolge beruht auf Beharrlichkeit und Rechtlichkeit: Folgt man dem Rechten, so schenkt dies großes Gelingen ohne Makel; verfehlt man das Rechte, verfällt man dem Tadel – wie könnte da noch Gelingen sein?

Yichuan YizhuanTuan-Kommentar

Dass das Hexagramm Die Nachfolge heißt, rührt daher, dass das Harte herabkommt und sich unter das Weiche beugt, und dass Bewegung von Freude begleitet wird.

Dies besagt: Die Neun auf dem sechsten Platz von Qian kam herab an den Fuß von Kun, und die Sechs am Anfang von Kun stieg empor über Qian.

Indem lichte Kraft sich unter schattige Milde beugt, neigt sich das Hohe zum Niederen und der Edle beugt sich vor dem Geringen; vermag man dies, so folgen die Wesen voller Wonne.

Zudem regt sich das Untere und das Obere freut sich daran; man regt sich und stiftet Wohlgefallen – darum heißt es Nachfolge. Handelt man so, vermag man erhabenes Gelingen und Geradheit zu erwirken; wer großes Gelingen und Geradheit wahrt, bleibt ohne Makel.

Vermag man aber weder Gelingen noch Geradheit zu wahren, so ist dies kein Weg, dem man folgen dürfte – wie sollte man da die Welt bewegen, einem zu folgen?

Woran sich die Welt anlehnt, ist der Lauf der Zeit; darum heißt es: »Die Welt folgt der Zeit.« Groß ist fürwahr die Zeitbedeutung der Nachfolge!

Des Edlen Pfad wandelt sich mit der Zeit: Er folgt dem Angemessenen und schmiegt sich an den Wandel, ohne sich an starre Satzungen zu klammern.

Wer nicht tief in das Wesen des Dao eingedrungen ist, die feinsten Keime nicht durchschaut und die Kunst des Abwägens nicht versteht, vermag hieran keinen Anteil zu haben. Darum wird ausgerufen: Groß ist fürwahr die Zeitbedeutung der Nachfolge!

Wo immer der Kanon ein solches Lob anstimmt, will er den Menschen mahnen, die Größe dieses Sinnes zu begreifen und ihn im Geiste zu bewegen.

Dass hier die Größe des Zeitfolgens gepriesen wird, unterscheidet sich von Zeichen wie Die Begeisterung: In jenen Hexagrammen sind Zeit und Bedeutung zwei getrennte Dinge.

Yichuan YizhuanGroßes Bild

Der Donner grollt im See, und die Wasser des Sees regen sich im Beben des Donners – das ist das Bild der Nachfolge. Der Edle schaut dieses Zeichen, um sich im Einklang mit der Zeit zu regen; dem Gebot der Stunde zu folgen gilt für alle zehntausend Dinge.

Um das Nächste und Augenfälligste zu nennen: Der Edle zieht sich beim Einbruch der Dämmerung nach drinnen zurück, um in Ruhe zu rasten.

Am Tage müht er sich rastlos und unermüdlich; sinkt aber das Dunkel herab, so kehrt er ins Innere ein und pflegt die Rast, um Leib und Seele zu stärken. Wachen und Ruhen folgen dem Takt der Zeiten nach rechter Gebühr.

Nach den Riten weilt der Edle bei Tag nicht in den Gemächern und bei Nacht nicht draußen – so folgt er dem Ruf der Stunde.

Zhouyi ZhuTuan-Kommentar

Zhen ist fest und Dui ist weich; indem das Feste sich unter das Weiche beugt und Bewegung in heitere Freude mündet, entsteht Nachfolge.

Wollte man Nachfolge üben, ohne die Wege weit zu öffnen, verstieße man gegen die Zeit; folgte man einander, ohne das Rechte zu fördern, bahnte man dem Unheil den Weg. Darum führen erst erhabenes Gelingen und fördernde Beharrlichkeit zur Makellosigkeit.

Wer die Nachfolge so gestaltet, dass großes Gelingen und Beharrlichkeit blühen, der trifft die Gunst der Stunde. Trifft man die Zeit, folgt einem die ganze Welt. Das Wirken der Nachfolge beruht einzig auf der Zeit.

Wandelt sich die Epoche und man verweigert die Nachfolge, so wandelt man auf dem Pfade der Stagnation; darum heißt es: »Groß ist fürwahr die Zeitbedeutung der Nachfolge!«

Zhouyi ZhuGroßes Bild

Mitten im See grollt der Donner – das Bild von Bewegung und Wonne. Wenn alle Wesen voll Freude nachfolgen, darf man im Nichthandeln verweilen und bedarf keines scharfen Spähens; darum kehrt der Edle beim Nahen der Nacht ein, um in Frieden zu rasten.

Zhouyi ZhengyiUrteil

»Die Nachfolge: Erhabenes Gelingen, fördernd ist Beharrlichkeit; kein Makel.« Die Richtigstellung des Sinns (Zhengyi) besagt: »Erhabenes Gelingen« meint, dass in Zeiten des gemeinsamen Folgens alles im höchsten Maße durchdrungen und frei sein muss; mangelt es an weitem Gelingen, gibt es kein wechselseitiges Folgen, und man widerspricht der Stunde.

»Fördernd ist Beharrlichkeit« bedeutet: Das Wesen des Folgens verlangt, dass man das Rechte bewahrt; folgt man auf krummen Pfaden, gleitet man in Verderbtheit ab, weshalb Beharrlichkeit vonnöten ist. »Kein Makel«: Nur wer diese vier Tugenden besitzt, bleibt ohne Tadel.

Da blindes Mitlaufen leicht in parteiische Klüngelei abgleitet, bedarf es aller vier Tugenden zur Schuldlosigkeit.

Besitzt ein Hexagramm die vier Tugenden, so kann dies bedeuten, dass sein zeitgemäßer Sinn diese Tugenden von Haus aus vollkommen birgt – wie bei Himmel, Erde, Anfangsschwierigkeit, Annäherung und Unschuld, wo die Epoche alle vier Tugenden von Natur aus umfasst.

Bei Die Nachfolge hingegen taugt ein buhlerisches Mitläufertum zum Bösen keineswegs: Nur wer die vier Tugenden besitzt, bleibt ohne Makel; fehlen sie ihm, verfällt er der Schuld – hierin unterscheidet sich der Sinn von jenen fünf Zeichen.

Bei Hexagramm Ge heißt es: »Erst am Tage des Bundes findet man Glauben und besitzt die vier Tugenden«; fände man am Tage des Bundes keinen Glauben, fehlten die vier Tugenden – was sich abermals von den vorgenannten unterscheidet.

Bisweilen ist ein Hexagramm zwar edel, besitzt aber in seiner Grundanlage die vier Tugenden noch nicht; übt man dieses Edle jedoch rastlos aus, stellen sich die vier Tugenden mit der Zeit ein, auch wenn der Spruch sie nicht ausdrücklich nennt – wie bei Bescheidenheit, Friede oder Wiederkehr: Ihre Tugend ist herrlich, und beharrliches Handeln führt gewiss zu den vier Vollkommenheiten; da sie aber zu Beginn noch nicht voll entfaltet sind, führt das Zeichen sie nicht im Munde.

Wo ein Hexagramm drei oder weniger Tugenden nennt, verhält es sich im Großen und Ganzen ebenso.

Zhouyi ZhengyiTuan-Kommentar

Vom »Urteil: Nachfolge – das Feste kommt und beugt sich unter das Weiche« bis zu »groß ist fürwahr«: Die Richtigstellung des Sinns (Zhengyi) besagt: »Nachfolge: Das Feste kommt und beugt sich unter das Weiche; sich regen und freuen ist Nachfolge« legt den Sinn des Zeichens dar.

Dass diese Nachfolge entsteht, rührt daher, dass das Feste herabkommt und dem Weichen weicht. »Das Feste« meint Zhen, »das Weiche« meint Dui. Zhen steht unter Dui, also neigt sich Härte vor der Milde.

Zhen regt sich und Dui frohlockt; wer sich vor anderen zu beugen vermag und im Aufbruch Freude stiftet, dem folgen alle Wesen willig nach.

»Erhabenes Gelingen und Beharrlichkeit ohne Makel, und die Welt folgt der Zeit«: Weil weites Gelingen und reine Geradheit walten und kein Schaden droht, schließt sich die Welt an; da man auf dem Pfad des Rechten folgt, ist die Gefolgschaft gewaltig.

Folgte man nicht in lauterem Gelingen und Geradheit, sondern auf finsteren Abwegen, würde die Welt sich abwenden.

»Groß ist fürwahr die Bedeutung, der Zeit zu folgen«: Geleitet von erhabenem Gelingen und fördernder Beharrlichkeit folgt die Welt nach; wie weit und herrlich ist da der Sinn der Nachfolge!

Zwar ist der Weg im Anbeginn noch schmal, doch am Ende erweist sich seine Bedeutung als gewaltig und erhaben.

Dass hier eigens von »der Zeit folgen« gesprochen wird, meint das Befolgen der jeweiligen Epoche; weil es diese Zeit verlangt, die Tugenden von erhabenem Gelingen und Beharrlichkeit zu üben, heißt es »der Zeit folgen«.

– Zum Kommentar: »Zhen ist fest und Dui ist weich« bis »groß ist fürwahr«: Die Richtigstellung des Sinns (Zhengyi) besagt: Wollte man nachfolgen, ohne weite Durchdringung zu schenken, verstieße man gegen die Zeit.

Wenn die Wesen einander folgen, der Herrscher ihnen aber den Weg versperrt und Verstopfung stiftet, so widersetzt er sich dem Geist der Stunde.

»Folgt man einander, ohne das Rechte zu fördern, bahnt man dem Unheil den Weg«: Wo Wesen einander nachlaufen, geschieht dies oft aus krummer Kumpanei; vermag man den Dingen nicht zu nützen und Geradheit zu wahren, gewinnt das Wesen der Gemeinen die Oberhand und Not bricht herein – darum heißt es »dem Unheil den Weg bahnen«.

»Das Wirken der Nachfolge beruht einzig auf der Zeit« deutet den Sinn des Zeitfolgens: Alles zeitgerechte Einrichten gelingt nur, wenn man die Stunde trifft. Schenkt man weites Gelingen und Beharrlichkeit, trifft man die Zeit; vermag man dies nicht, verfehlt man die Stunde.

»Wandelt sich die Epoche und man verweigert die Nachfolge, so wandelt man auf dem Pfade der Stagnation«: Was immer der Mensch antrifft, hat keinen ewigen Bestand; bald gilt es zu ruhen, bald gilt es zu folgen.

Was einst verharrte, muss nun nachziehen; hat sich die Zeit gewandelt und man verwehrt den Wesen die Nachfolge, verfällt alles in Stockung und Verstopfung. Man muss folgen, wo das Folgen nottut, und sich der Stunde fügen – so wird der Segen gewaltig.

Darum heißt es: »Groß ist fürwahr die Bedeutung, der Zeit zu folgen!«

Zhouyi ZhengyiGroßes Bild

Vom »Bildspruch« bis »geht zur Ruhe ein«: Die Richtigstellung des Sinns (Zhengyi) besagt: Im Shuogua heißt es: »Nichts regt die zehntausend Wesen gewaltiger auf als der Donner; ...

nichts erfreut die zehntausend Wesen inniger als der See.« Darum bemerkt der Kommentar: »Im See grollt der Donner – das Bild von Bewegung und Wonne.« »Der Edle kehrt beim Nahen der Nacht ein, um in Frieden zu rasten«: Dies zeigt, dass alle Wesen in fröhlicher Eintracht einander folgen; man bedarf keiner mühevollen Nachforschung mehr, und der Edle nimmt sich dies zum Vorbild.

Zheng Xuan sprach: »Die Dämmerung lädt zur Rast; wie der Herrscher nach Einbruch des Abends in seine Gemächer einkehrt, um auszuruhen.«

Quellen

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